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Demokratie braucht Hände

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Dieser packende Erlebnisbericht schildert faszinierende Eindrücke und vielfältige Begebenheiten vom Super-Wahlsonntag. Zwischen schwarzem Material und weißer Quarktorte war alles dabei.

Auch Sie können dies erleben. Rufen Sie 0 51 03 / 70 07 - 15 an und buchen Sie Wahllokal Evestorf direkt beim Team ÖSI. Persönlich stehen unsere freundlichen WahlhelferInnen erneut am 15.06.2014 von 8 bis 18 Uhr gerne für Sie bereit.

07:40 +++ Der Wahlvorsteher übernimmt das Material von der Transportkolonne. Jeweils 160 Stimmzettel für Europa, Regionspräsident und Bürgermeister und 30 fürs Jugendparlament.

07:45 +++ Vier Wahlhelfer werden verpflichtet.

08:01 +++ Erste Wählerin ist eine 91-jährige Evestorferin (von Person bekannt, ohne Personalausweis und ohne Rollator) in Begleitung ihrer Familie.

08:40 +++ Nachverpflichtung eines herbeigerufenen Wahlhelfers.

11:11 +++ Der Gemeindewahlleiter auf Kontrollrunde rüffelt zwei Wahlplakate, die zu nah am Eingang stehen. Plakate stehen dort zwar seit 40 Jahren, ab sofort wird aber schärfer geprüft. Mindestens 20 Meter Abstand von der Tür sind erforderlich. Er hat einen Seitenschneider dabei und wird unmittelbar tätig. Naja, soll er machen.

11:15 +++ Zwischendurch Gratulationsbesuch bei einer rüstigen Jubilarin im zehnten Lebensjahrzehnt. Sie hat heute Geburtstag und eine wunderbare Suppe gekocht. Kurze Diskussion über die verbesserungsfähige Zusammensetzung der aktuellen Schicht des Wahlvorstandes bei Schnittchen und Bier.

12:55 +++ Auf dem Weg ins Wahllokal Baustellenbesuch. Ein Wahlhelfer nutzt seine freie Zeit am Vormittag und macht was Gefährliches mit schwarzem Material.

13:03 +++ Schichtwechsel beim Wahlvorstand.

13:33 +++ Anruf bei der Gemeindewahlleitung wegen der nicht auffindbaren Liste der ungültigen Wahlscheine zur Bürgermeisterwahl. Ergebnis: Diese Liste gibt es nicht, es gilt auch die von der Regionspräsi-Wahl.

13:50 +++ Spülmaschine gewartet in der toten Zeit nach dem Mittag. Erstaunlich, wie der Rödeldraht eines Kartoffelsacks in den Spülarm gekommen ist.

14:37 +++ Bürgermeister kommt zum Motivationsbesuch. Er dankt den Wahlhelfern für ihren Einsatz. Immer noch keine besonderen Vorkommnisse.

14:58 +++ Plötzlich Massenandrang im Wahllokal. Insgesamt acht Wählerinnen und Wähler im Raum, soviel wie den ganzen Tag nicht.

15:15 +++ Herstellen der gendergerechten Sprache in den Niederschriften, streiche dazu "Die Wahlvorsteherin" und "der stv. Schriftführer" raus.

17:01 +++ Eine junge Nachbarin liefert Eistüten an. Dankbarkeit macht sich breit.

18:00 +++ Wahlvorsteher geht vor die Tür und die Straße ist leer. Er schließt die Wahl.

18:01 +++ Beginn der Europawahlauszählung. Ein Wähler schrieb auf den Stimmzettel, dass dieser so behandelt werden soll, als wäre er nicht dagewesen. Lieber unbekannter Wähler: Danke für den netten Hinweis, er wäre aber nicht nötig gewesen. Einfach kein Kreuz machen oder den Zettel durchstreichen, dann wird der Stimmzettel nicht gewertet.

18:06 +++ Drei Bürger erscheinen und beobachten die Auszählung. Während der Zählung für Europa nehmen Sie die Aushänge ab und räumen mit auf. Danke dafür.

18:10 +++ Die Transportkolonne holt die fünf Wahlurnen und die ungezählten Jupa-Stimmzettel ab.

18:12 +++ Wir hatten zu wenig Tische zusammengestellt für die großen Europazettel mit 24 Kreisen. Ergänzung der Möblierung.

18:20 +++ Die Möbelpanne hat uns zurückgeworfen. Europa erst jetzt fertig, Schnellmeldung geht telefonisch raus.

18:29 +++ Schnellmeldung für Regionspräsident, zwischendurch Formularkosmetik.

18:36 +++ Schnellmeldung für Bürgermeisterwahl und dann verpacken der Stimmzettel.

18:40 +++ Endlich rückt der Wahlvorsteher das Erfrischungsgeld aus. Natürlich vorher unterschreiben.

18:45 +++ Vorbereitung des Ergebnis-Aushangs. Am Schwarzen Brett schneller als im Internet. Das ist Bürgerbeteiligung!

19:18 +++ Übergabe der Niederschriften an den Gemeindewahlleiter. Er findet keine Fehler und ist ein bisschen sauer. Glück gehabt. Anschließend Diskussion mit ihm über die Zusammensetzung unseres Wahlvorstandes. Ergebnis: Alles in Ordnung, aber mehr Wahlhelfer wären besser, damit Unsicherheiten vermieden werden. Ende der Amtspflichten.

19:30 +++ Im Bürgersaal gibt es nichts zu trinken. Gratulation beim Bürgermeisterkandidat 1 und seiner Vertrauensfrau.

19:40 +++ Besuch der Wahlparty 2, einmal Brüderschaft getrunken.

21:15 +++ Besuch der Wahlparty 1, es gab Quarktorte und Bier.

22:13 +++ Der Nachbar lädt noch zum Dämmerschoppen ein. Versuche, ihn zur Mitarbeit zu bewegen. Er regt sich nur über die kaputte Straße vor seiner Tür auf. Das dauert wohl länger.

Werden Sie Wahlhelfer!

Fotos: Hb, N.N., Hugo in CON-NECT.de

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Von Hb am 26.05.2014 Stand: 7.06.2015
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